Freilichtspiele Zermatt

Die erste Frau...

...in der Polywerkstatt der Matterhorn Gotthard Bahn

Katya Pollinger ist die erste Frau, die zusammen mit 14 Männern in der Polywerkstatt bei der Matterhorn Gotthard Bahn arbeitet. Sie liebt ihren Beruf mit Leib und Seele, denn sie hatte schon immer die Begeisterung mit Materialen etwas zu kreieren. Die Arbeit in einem reinen Männerteam ist für Katya Normalität. "Die Atmosphäre ist gut und die Arbeit macht sehr viel Spass" sagt die gelernte Schreinerin über ihren Beruf. 

Katya Pollinger

Sich in einer Männerwelt positionieren - wie jeder andere auch.

Anders behandelt werden - das will sie auf keinen Fall. „Denn sonst werden etwaige Vorurteile doch nur unterstützt." Sie musste sich zu Beginn ihrer Tätigkeit bei der Matterhorn Gotthard Bahn ihre Position erarbeiten, wie ihre männlichen Arbeitskollegen das auch tun mussten. Zu Beginn gab es kleine Anfangsschwierigkeiten, aber Katya konnte die ersten Zweifel mit ihrem Können und ihrer Begeisterung für die Arbeit schnell beseitigen. Arbeiten, die sie „als Frau“ nicht machen kann, gäbe es somit nicht. Ein normaler Arbeitstag lässt sich bei Katya nur schwer beschreiben. Als Allrounderin erledigt sie so Einiges: Vom Ausbau und Einbau von Komponenten der Züge, Nähen der Sonnenstoren über die Steuerung von Anlagen bis hin zum Führen von Hallenkränen ist alles mit dabei. Am liebsten revidiert Katya aber die Züge. Es macht ihr eine riesige Freude einen Personenwagen wieder ins richtige, respektive ins schöne Licht zu setzen. Das beginnt mit dem Entscheid, was alles demontiert wird, wie diese Komponenten dann aufbereitet und schlussendlich verbessert werden. Ab da treffen sich dann die jeweiligen Bereiche ihres Teams zum Einsatz: Vom Schlosser, über den Lackierer bis hin zum Schreiner werden die einzelnen Werkstücke optimiert.  Der schönste Teil der Arbeit für Katya ist, wenn die vollendeten Komponenten wieder eingebaut werden können.